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Katharina K. - 25. September 2005
Gunvald Larsson - Ein Raubtier in seinem Revier
Meist hat Gunvald Larsson zu Beginn eines Verhörs direkten Augenkontakt zu der verhörten Person. Seine Blicke sind eindringlich und herausfordernd und werden untermauert durch seiner stechend klaren, blauen Augenfarbe. Durch den direkten Aufbau des Augenkontakts mit dem Verhörten zeigt er unmissverständlich, dass er der Boss ist. Und wenn er einmal loslegt, ist er nicht mehr zu bremsen. Gunvald Larsson nimmt für die Zeit, in der er im Verhörraum ist, eine Täterrolle ein und schiebt die zu verhörenden Personen die Opferrolle zu. Er drängt seine Opfer in die Ecke, umzingelt sie nicht nur mit Worten, sondern unterstreicht dies auch noch, indem er tatkräftig um sie herumschleicht, wie ein Raubtier um seine Beute. Dann nähert er sich seiner Beute taktisch an, packt sie und spielt eine Weile mit ihr, bevor er schließlich zum Todesstoß ansetzt, indem er seine Opfer zu widersprüchlichen Aussagen regelrecht verführt. Seine Waffe ist dabei der wechselnd bedächtige, befehlshaberische Ton, mit dem er Fragen stellt und Äusserungen macht. Sein As im Ärmel ist die Provokation. Er versucht seine Opfer mit Beleidigungen an deren eigene Person oder an Personen, die dem Verhörten nahe stehen/standen, zu provozieren, um sie so aus der Reserve zu locken. Sein Tonfall tendiert dabei oft zu einem unterdrückten Schreien.
Das i-Tüpfelchen ist der kleine, isolierte Verhörraum, der zum Bedrängt- und Eingeengt-Fühlen des Opfers beiträgt und ergänzt somit den psychologischen Effekt des Raubtier-Beute Prinzips.
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